Dicke Bohnen vorziehen

Irgendwie bin ich in den Winterschlaf gefallen und hatte in den letzten Wochen keine schönen Themen, die sich für diesen Blog geeignet hätten. Auch das Tageslicht zum Fotografieren ließ ja zu wünschen übrig …

Aber hier jetzt ein kleiner, kostengünstiger Tipp zum Vorziehen von dicken Bohnen, den ich ich einer Gartenzeitschrift entdeckt habe und gleich ausprobieren mußte.

Da die Bohnen eine Pfahlwurzel haben, sind sie schlecht geeignet um in flachen Anzuchtschalen vorgetrieben zu werden. Man kann sie aber gut in Klopapierrollen einsetzen. Einfach die Rollen mit Erde füllen und jewils eine Bohne darin versenken. Später kann man die Rolle mit dem Pflänzchen einfach ins Beet setzen. Die Rolle verrottet dann und kan auch gut durchwurzelt werden.


Blaukraut nach Johann Lafer

Ja genau, hier heißt das Blaukraut und nicht Rotkohl. Ich bin ja ein richtiger Blaukraut-Fan, habe es aber bisher nicht geschafft, ein Rezept zu finden, nach dem es mir gelungen wäre ein schmackhaftes Kraut zu kochen.

Und dann habe ich dieses Rezept bei lafer.rezepte.msn.de entdeckt. Ich habe es als Beilage zu einem Rinderbraten gekocht und war begeistert. Man muss allerdings das Blaukraut einen Tag vorher schon ansetzten, damit die Gewürze gut durchgezogen sind.

Ich empfehle auch das Blaukraut mehrfach aufzuwärmen, da es dann immer besser schmeckt :-)

Blaukraut nach Johann Lafer

1 kg Blaukraut (entspricht etwa einem Kopf)
1 Zimtstange
2-4 Gewürznelken
1 Lorbeerblatt
2-4 Wacholderbeeren
1 Tl weiße Pfefferkörner
1 El flüssiger Honig
150g Apfelmus
50 ml Weißweinessig (oder heller Essig)
200 ml Rotwein
50 g Butterschmalz
2 Zwiebeln
250g Äpfel
Salz und Pfeffer

Die Gewürze in einen Papierteefilter geben und mit Küchengarn zubinden.

Vom Blaukrautkopf die äußeren Blätter entfernen. Dann den Kopf vierteln, den Strunk entfernen und in feine Streifen hobeln (am besten mit der Küchenmaschine).

Das geschnipselte Blaukraut mit dem Apfelmus, Honig, Essig und Rotwein mischen. Den Gewürzbeutel darin vergraben und zugegeckt über Nacht kühl stehen lassen.

Am nächsten Tag abtropen lassen und den Sud auffangen.

Die Zwiebeln schälen und fein würfeln, die Äpfel ebenfalls schälen und grob würfeln.

Das Schmalz in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Das Blaukraut dazugeben und ebenfalls anschwitzen.

Danach die Äpfel gut mit dem Blaukraut vermischen, den Sud wieder zugeben und mit 1 Tl Salz würzen. Einmal aufkochen lassen und ca. 30 Minuten zugedeckt bei milder Hitze schmoren.

Dann den Deckel abnehmen und noch ca. 15 Minuten einkochen lassen. Den Gewürzbeutel entfernen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Alkoholfreier Punsch

Hier kommt noch schnell vor dem Jahresende ein schönes Rezept für einen alkoholfreien Punsch. Der ist bei uns sehr beliebt, weil er nicht so süß aber dafür schön fruchtig ist.

Für das Glühweingewürz habe ich hier ja schon mal ein Rezept gepostet. Wer die ganzen Gewürze nicht im Haus hat, kann sich natürlich auch mit einer fertigen Mischung behelfen. Aber frisch schmeckt ‘s einfach besser.

Das Rezept ergibt ca. 1,5 Liter Punsch.

Alkoholfreier Punsch

500 ml Traubensaft
500 ml Apfelsaft
100 ml Orangensaft (am besten frisch gepresst)
200 ml Wasser
2 Beutel Früchtetee
1 Beutel Glühweingewürz

Den Saft mit dem Wasser erhitzen. Dann die Beutel mit dem Tee und dem Glühweingewürz einhängen und 15 Minuten ziehen lassen.

Wer mag kann auch noch eine Orange schälen, in Scheiben schneiden und die Scheiben dann vierteln und mit in den Punsch geben.

Leider hatte ich nur wenig Zeit um schöne Fotos zu machen …

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Whisky-Sahne-Likör

Alle Geschenke sind verpackt, der Baum geschmückt, (fast) alles ist für Weihnachten vorbereitet. Jetzt war noch etwas Zeit um ein paar köstliche Kleinigkeiten zum Mitbringen zu zaubern. Hier habe ich ein schönes Rezept für einen Whisky-Sahne-Likör, das man auch in letzter Minute noch zusammenrühren kann.

Wem das Rezept bekannt vorkommt: Das habe ich schon vor längerer Zeit mal in einem anderen Blog veröffentlicht.

Das Rezept ergibt ca. 750 ml Likör. Ich habe drei 250 ml Fläschchen gefüllt und es bleibt noch ein kleiner Rest, den man natürlich wegen des Geschmackstests sofort selbst vernichten kann. Aber Achtung: Er hat es in sich :-) Für den, der Baileys mag, ist dieser Likör genau das Richtige.

Für die Fläschchen hebe ich übrigens immer ein paar Smoothie-Fläschchen auf. Die haben genau 250 ml. Meine haben glücklicherweise keinen doofen Aufdruck und die Etiketten lassen sich leicht mit warmen Wasser abwaschen. Dann noch ab damit in die Spülmaschine und fertig sind sie zum Wiederverwenden.

Und hier kommt jetzt das Rezept:

Whiskey-Sahne-Likör

2 Eier
400 ml Sahne
125 g Vanillepuderzucker (ich habe alternativ einfach Puderzucker genommen und einen guten Schuss Vanilleextrakt, das ich vor ein paar Monaten nach einem Rezept von Terragina gebraut habe)
2 EL Kakao
2 EL Instantkaffee
250 g Whisky (bin kein Whiskykenner und habe einfach einen günstigen Whisky aus dem Supermarkt genommen)

Alle Zutaten gut vermischen. Ich habe dazu den Mixstab auf kleinster Stufe gewählt. Das Ganze soll ja nicht zu schaumig werden. Dann in kleine Flaschen abfüllen und gut verschließen.

Den übriggebliebenen Rest, natürlich nur für die Qualitätskontrolle … :-) , selbst genießen.

Im Kühlschrank hält sich der Likör ca. 2 bis 3 Wochen problemlos. Aber der Erfahrung nach ist er vorher sowieso schon ausgetrunken.

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Walnuss-Nougat-Rehrücken

Hier kommt noch ein schönes, weihnachtliches Rezept. Meine Omi hat immer einen Schokoladen-Nuss-Kuchen gebachen, in dem kleine Nougat- oder Schokoladestückchen enthalten war. Leider habe ich mir das Rezept nicht aufgeschrieben, aber dafür habe ich das nachfolgende Rezept bei Essen & Trinken entdeckt und etwas abgewandelt.

Nachdem ich ein großer Nougatfan bin, habe ich das vor einiger Zeit mal ausprobiert. Allerdings habe ich es dann beim zweiten Mal mit der Größe der Nougatstückchen etwas übertrieben. Die sind nämlich dann in der Form nach unten gesunken und haben den Kuchen total mit der Backform verklebt :-/ der war dann nicht mehr zu retten.
Deshalb die Nougatstückchen lieber etwas kleiner Schneiden. Dann schmelzen sie vielleicht weg, aber der Kuchen geht gut aus der Form.

Walnuss-Nougat-Rehrücken

120 g Nougat
150 g gehackte Walnusskerne
200 g sehr weiche Butter
180 g Zucker
etwas Salz
4 Eier
120 g Mehl
½ Päckchen Backpulver

Butter und Mehl für die Form
Schokoladenguss
Walnusskerne zum Dekorieren

Zubereitung

Nougat in ca. 5 mm große Würfel schneiden und kühl stellen. Butter, Zucker und 1 Prise Salz mit dem Handrührer ca. 4-5 Minuten schaumig schlagen, nach und nach die Eier zugeben. Walnüsse, Mehl und Backpulver mischen und mit einem Schneebesen unter die Buttermasse heben. Nougatwürfel vorsichtig unter den Teig heben.

Rehrückenform (28-30 cm lang, 6 cm hoch) dünn mit Butter fetten und mit Mehl bestäuben. Teig gleichmäßig in der Form verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Gas 2-3, Umluft 170 Grad) auf der mittleren Schiene ca. 60 Minuten backen.

Den lauwarmen Kuchen vorsichtig aus der Form stürzen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Den Schokoladenguss nach Anweisung schmelzen. Den Kuchen damit überziehen und mit Walnüssen dekorieren.


Post aus meiner Küche – Feigen-Cantuccini und Glühwein-Gewürzmischung

Endlich war es soweit: Die Weihnachtsschickerei konnte beginnen. Nach langem Wälzen von Koch- und Backbüchern bin ich dann bei Feigen-Cantuccini gelandet. Es sollte ja etwas sein, was nicht gleich am Backtag aufgegessen werden muss, sondern sich etwas hält. Dann sollte die Kreation ja auch eine kleine Reise im Paket überstehen, durfte also nicht zu empfindlich sein … so viele Dinge, die überlegt sein wollten …

Cantuccini esse ich immer gerne zu Cappuchino. Ich habe in mein Paket aber noch eine Glühweingewürzmischung reingepackt. So kann man einen schmuddeligen Abend in der Vorweihnachtszeit gemütlich auf der Couch verbringen.

Hier kommen jetzt die Rezepte:

Feigen-Cantuccini

125g Dinkelmehl (Type 630)
1 Msp. Backpulver
1 TL Lebkuchengewürz
etwas Salz
1 Ei (Kl. M)
90g Zucker
25g kalte Butter
75g getrocknete Feigen
75g ganze Mandeln

Feigen in kleine Würfel schneiden.

Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz und 1 Prise Salz mischen und als Häufchen auf die Arbeitsfläche geben. In die Mitte eine Mulde drücken, Ei und Zucker hineingeben. Butter als Flöckchen auf dem Rand verteilen. Den Teig mit einem Messer oder einem Teigschaber durchhacken bis Streusel entstehen, dann schnell mit den Händen zu einer glatten Kugel formen.

Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen.

Die Feigen mit den Mandeln unter den Teig kneten. Aus dem Teig 3 Rollen (Durchmesser ca. 3 cm) formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und auf der mittleren Schiene 25-30 Minuten goldgelb backen.

Etwas abkühlen lassen und dann die Rollen mit einem scharfen Messer in 1 cm breite Scheiben schneiden. Die Scheiben mit einer Schnittseite wieder auf das Blech legen.

Auf der mittleren Schiene weitere 15 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Glühwein

8 Kardamomkapseln
10 Nelken
10 Pimentkörner
4 Kapseln Sternanis
1 Stange Zimt
1 TL Koriandersaat
1 TL Anissaat
1 l trockener Rotwein
½ l Wasser
1 unbehandelte Orange
Zucker

Kardamomkapseln mit der breiten Seite eines großen Messers aufdrücken und mit den restlichen Gewürzen in einen Teebeutel geben.

Rotwein und Wasser mit dem Gewürzbeutel aufkochen.

Die Orange waschen und in Scheiben schneiden. Dann in den Wein geben und 15 Minuten ziehen lassen.

Den Gewürzbeutel entfernen und mit Zucker abschmecken.


Maße und Gewichte in amerikanischen Rezepten

Wer hat nicht schon mal vor einem amerikanischen Rezept mit megatollen Cookies oder anderen Köstlichkeiten gesessen und ist an den angegebenan Maßen verzweifelt. Das Blöde an den Rezepten ist meist, dass hier in Tassen (=Volumen) gerechnet wird und nicht und Gramm (=Gewicht). Ich habe mich deshalb ein wenig umgesehen und hier mal die gängigen US-Angaben (auch für mich) zusmmengestellt.

Um das Ganze noch komplizierter zu machen, gibt es auch noch Unterschiede zu amerikanischen Tassen und britischen/australischen Tassen. Ich habe mich deshalb für einen Mittelwert für 1 Cup (Tasse) entschieden ca. 230 – 240 ml, das ist ein großer Kaffebecher.

Das Einfachste ist also, einen entsprechenden Becher zum Abmessen verwenden. Wer allerdings Rezepte weitergeben möchte, so wie ich, der möchte auch gerne die Zutaten, wie gewohnt, in Gramm angeben.

Als Daumenwert für amerikanische Rezepte gilt bei mir deshalb:

1 Cup Mehl oder Puderzucker = 100g
1 Cup Butter oder Zucker = 200g
1 Cup gemahlene Nüsse = 106g
1 Cup Honig = 300 g

Ausser den Cups gibt es ja noch weitere verwirrende Einheiten. Hier eine kleine Übersicht:

1 Ounce = 28 Gramm
1 fluid Ounce (fl. oz.) = 30 ml
1 Pound = 450 Gramm
1 Teaspoon = 1 Teelöffel
1 Tablespoon = 1 gestr. Esslöffel

Ach ja, und nicht zu vergessen, die Backtemperaturen:

325° F sind 162 Grad Celsius
350° F sind 175 Grad Celsius
375° F sind 190 Grad Celsius
400° F sind 205 Grad Celsius
425° F sind 218 Grad Celsius
450° F sind 232 Grad Celsius

So, jetzt gibt’s keine Ausrede mehr … ran an die Cookierezepte!


artig & fein

Ich war gerade ein paar Tage im Urlaub, deshalb war es die letzten Tage auch etwas ruhiger hier auf dem Blog. Außerdem bin ich gerade mit den Vorbereitungen für die “Post aus meiner Küche” beschäftigt :-)
Nächste Woche geht das große Verschicken los und ich bin schon gespannt, wie meine Kreation ankommt.

Jetzt bin ich aber (auch über “Post aus meiner Küche”) auf die schönen Onlinemagazine von “artig & fein” mit vielen schönen Ideen zum Basteln, Backen, Kochen und Einkaufen gestoßen, die ich Euch nicht vorenthalten wollte.

Wer noch auf der Suche nach keinen Weihnachtsmitbringseln oder – dekorationen ist, der wird hier vielleicht fündig.

Ich muß auf jeden Fall mal den Feigensenf ausprobieren.

Viel Spaß beim Lesen!


Anis und Sternanis

Die große Weihnachtsbäckerei steht ja bevor und ich habe mich gerade mit den tollsten Gewürzen eingedeckt. Kardamom, Piment, Nelken und vieles mehr verbreiten jetzt einen tollen Duft in meiner Küche.

Da ich schon ein paar Rezepte ausgesucht habe, habe unter anderem Sternanis und Anissamen gekauft. Da hat sich mir gleich die Frage gestellt, ob die von der gleichen Pflanze stammen.

Die Anispflanze ist einjährig und sieht ein wenig aus wie eine Dillpflanze. Allerdings sind die Blättchen etwas breiter. In den doldenförmigen Blüten bilden sich dann die kleinen Samen.
Die Pflanze wächst vor allem im Mittelmeerraum, also nix für unsere Breitengrade.

Unter uns gesagt ist Anis (und Ingwer) nicht unbedingt mein Lieblingsgewürz. Da muss ich immer gleich an Hustensaft denken. Aber in der Weihnachtszeit gehört Anis einfach dazu.

So, und jetzt zum Sternanis. Der hat mit Anis gar nichts zu tun (außer dem ähnlichen Geruch). Sternanis sind die Früchte eines immergrünen, tropischen Baums, der bis zu 20 m hoch werden kann.

Aha, wieder etwas gelernt. Rezepte mit Anis und Sternanis kommen im Laufe der Vorweihnachtszeit :-)

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Orchideen umtopfen

Ich bin ja ein Fan von Schmetterlingsorchideen (Phalaenopsis), die bei mir immer wieder üppig blühen. Bei mir überleben nur robuste Zimmerpflanzen und da diese Orchideen fast noch pflegeleichter sind als Kakteen, haben immer mehr Töpfe bei mit Einzug gehalten.

Ich bekomme auch immer mal wieder abgeblühte und kränkelnde Exemplare von Bekannten oder Familienmitgliedern mit dem Hinweis: “Ich bekomme die sowieso nicht mehr zum Blühen … versuch’s Du mal …”.

Dabei sind sie wirklich völlig anspruchslos. Mit Wasser und Dünger sollte man wirklich geizen. Düngen tue ich vielleich zweimal im Jahr und Wasser bekommen sie bei mir einmal in der Woche (Staunässe unbedingt vermeiden). Hell sollten sie stehen aber möglichst nicht auf einer Heizung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie lieber blühen, wenn sie nicht zu warm stehen.

Aber jetzt zu meinem heutigen Thema. Einige Töpfe waren wieder zum Umtopfen dran und das habe ich jetzt hier einmal dokumentiert. Wenn zu viele Luftwurzeln den Topf verlassen, dann sollte man einfach mal Umtopfen. Auf keinen Fall die Luftwurzeln einfach abschneiden!

Mit der folgenden Methode bekommt man auch wuchernde Pflanzen wieder ganz gut in den Griff und bis jetzt haben alle meine Schützlinge die Prozedur gut überstanden und gedeihen prächtig.

Man wartet am Besten bis alles abgeblüht ist, bevor man anfängt. Auch sollte die Pflanze trocken stehen, das Substrat lässt sich dann leichter entfernen. Ich topfe immer auch einem großen Tablett oder Untersetzter um. Da verstreut sich das Substrat nicht so.

Und hier kommt jetzt mein erster Kandidat.

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Wie man schön sehen kann, wachsen die Wurzeln schon oben und unten unschön aus dem Topf heraus.

Ich ziehe die Pflanze jetzt vorsichtig samt Substrat aus dem Topf heraus.

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Man kann oben ganz gut sehen, dass sich schon wieder ein kleiner Blütentrieb rausschiebt. Es war also allerhöchste Umtopfzeit.

Jetzt entferne ich vorsichtig das ganze Substrat von den Wurzeln. Das kommt dann in den Kompost oder die Biotonne.

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Jetzt ist der Kandidat ziemlich nackig und es kommt der Rückschnitt dran. Mit einer Gartenschere schneide ich ca. 2/3 des Wurzelstrunkens mit einem beherzten Schnitt ab. Es sollten oben noch mindestens 5 bis 6 gute Wurzeln übrig bleiben.

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Die Wurzeln des oberen Teils sollten dabei nicht verletzt werden, manchmal eignet sich deshalb besser auch ein scharfes Messer.

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Zum Desinfizieren kann man die Schnittfläche jetzt noch mit Zimt bestreuen. Ich schneide jetzt auch noch Abgestorbenes und ggf. Fauliges weg.

So erleichtert kann der Kandidat jetzt wieder zurück in den Topf. Ich nehme meistens wieder den gleichen Topf, denn wirklich größer werden die Orchideen ja meistens nicht.

Am besten “dreht” man die Wurzeln wieder in den Topf. Die Wurzeln sollte natürlich nicht geknickt werden. Wenn’s aber doch mal passiert, ist das auch kein Beinbruch, das stehen die Pflanzen ganz gut durch.

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Jetzt fülle ich den Topf wieder mit Orchideensubstrat auf.  Auf keinen Fall normale Blumenerde verwenden. Die bleibt viel zu feucht und die Orchidee würde anfangen zu faulen.

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Jetzt noch ein Tauchbad in lauwarmen Wasser, gut abtropfen lassen und die Pflanze kann wieder zurück auf’s Fensterbrett.